Andrea Paluch: Der Schrei der Hyänen
Piper - 2004 - 303 Seiten
Namibia: Man schreibt das Jahr 1899, als die junge Arabella zum ersten Mal afrikanischen Boden betritt. In der Mittagsglut sitzen die Einheimischen im Schatten der Witgatbäume, während die stolzen Anführer der Herero in ihren Filzjacken über den Versammlungsplatz von Okahandja reiten. Arabella ist gekommen, um sich in der deutschen Kolonie niederzulassen und einen der jungen Farmer zu heiraten. Aber der blutige Aufstand der Herero verwandelt ihre neue afrikanische Heimat schon bald in einen Alptraum. Als sie schwanger wird, wagt sie nicht, den Vater preiszugeben, aber der großbürgerliche Paul von Kavea heiratet sie trotzdem. Doch über den Kaveas steht kein guter Stern. Erst als die Familie für immer auseinanderzubrechen droht, stellt sich Nele, Arabellas Tochter, die es bis zur Hamburger Senatorin gebracht hat, der dunklen afrikanischen Vergangenheit ihrer Mutter.